BAS: Auslaendische Hochschulabsolventen muessen Deutschland verlassen – Fachkraefte werden des Landes verwiesen

Pressemitteilung des BAS vom 27.08.2010

Viele auslaendische Studierende, die das Pech hatte gerade zu Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise ihren Abschluss zu machen, sind jetzt gezwungen, Deutschland ohne eine Arbeit zu verlassen. „Auslaendische Absolventinnen und Absolventen hatten auch in der Wirtschaftskrise nur eine einjaehrige Frist zur Suche eines angemessenen Arbeitsplatzes.“, so Johannes Glembek, Geschaeftsfuehrer des Bundesverbandes auslaendischer Studierender (BAS). Doch gerade im letzten Jahr war die Wirtschaft mit Einstellungen mehr als zurueckhaltend. „Den Betroffenen“, so Glembek weiter „muss die Moeglichkeit gegeben werden weiter zu suchen, auch wenn die Jahresfrist ueberschritten wird. Gerade jetzt, wo die Wirtschaft wieder anlaeuft und Unternehmen wieder Fachkraefte benoetigen. Innenministerien und die zustaendigen Auslaenderbehoerden muessen Ermessensspielraeume zu Gunsten der Studierenden und somit auch der Wirtschaft weit moeglich nutzen.“

Peixin Xian, Sprecherin des BAS, begruesst in diesem Zusammen die Forderungen von Sachsens Innenminister Markus Ulbig zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes. Ulbig (CDU) fordert eine Gesetzesaenderung und die Abschaffung der Beschraenkungen des Zugangs auslaendischer Studierender zum Arbeitsmarkt. Um Zuwanderung zu ermoeglichen, sollen Erwerbsmoeglichkeiten fuer auslaendische Studierende waehrend und vor allem nach dem Studium frei gegeben werden. Die Einkommensgrenze fuer unbefristetes Aufenthaltsrecht soll auf 40.000 Euro absinken. „Damit wird der Forderung des BAS nach einer Gleichstellung deutscher und auslaendischer Studierender Rechnung getragen. Diese Vorschlaege sind schnellstmoeglich rechtlich verbindlich zu beschliessen.“, begruesst Xian ausdruecklich die Vorschlaege Ulbigs zur Erleichterung des Zugangs auslaendischer Studierender zum deutschen Arbeitsmarkt.

Rueckfragen an: Johannes Glembek (Geschaeftsfuehrer), +49 176 23 452 707, glembek (at) bas-ev.de

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