Neue Landesastenkoordination NRW im Amt

Pressemitteilung neue LAT-KO

Seit dem 01.08.2010 ist mit Christian Piest ein neuer Landesastenkoordinator im Amt. Der 31-Jährige Bachelor-Student für Soziologie, Betriebspädagogik und Wissenspsychologie war bis Juni diesen Jahres Zweiter Vorsitzender und Referent für Umwelt und Verkehr des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) an der RWTH Aachen.
Zu den Hauptthemen seiner Amtszeit zählt Piest die bewussten und unbewussten Diskriminierungen an den Hochschulen NRWs, die Unterstützung ausländischer Studierender in deren vielfältigen Problemen, die angespannte Wohnraum- und Finanzsituation der Studierenden sowie die bessere finanzielle Ausstattung der Hochschulen.
„Zuvor gilt es jedoch, das alles überlagernde Thema der Studienbeiträge abzuarbeiten“, so Piest. Nach derzeitigem Stand scheint die Abschaffung der Studienbeiträge als strategisches Thema der Koalition zur Abgrenzung von der Linken wieder in weite Ferne zu rücken. Sogar ein Scheitern der Abschaffungspläne kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.
Während die Koalition Haushaltsprobleme vorgibt und auf eine Abschaffung der Studienbeiträge erst im nächsten Haushaltsjahr – also zum Wintersemester 2011/2012 – besteht, hat die Linke bereits jetzt schon den Antrag zur sofortigen Abschaffung der Studienbeiträge gestellt. „Sollten sich beide Seiten nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können, werden Studierende die Last politischer Machtspiele zu tragen haben. Das Landesastentreffen NRW, als einzige legitime Vertretung der ASten in NRW, fordert, die Studienbeiträge sofort abzuschaffen. Das heißt für uns auch, alternativlos jede Möglichkeit der Erhebung von Studienbeiträgen zu unterbinden. Die Koalition sollte sich genau überlegen, ob sie konstruktiv mit den Studierenden an deren Problemen arbeiten möchte oder aber ihr Wahlversprechen der Demonstration von politischer (Ohn-)Macht opfert“, stellt Piest klar und fragt: „Warum sind Studienbeiträge nach Willen der Koalition erst zum Wintersemester 2011/2012 sozial ungerecht? Hat der Haushaltaufstellungsprozess einen höheren Wert als die persönlichen Schicksale vorwiegend sozial schwächerer Studierender? Warum sollen Studierende auch weiterhin einen Studienkredit aufnehmen und das Land NRW mit seinem viel besseren Kreditrating nicht? Ist es nicht Aufgabe des Landes und somit auch der neugewählten Landesregierung, für die Abschaffung der Diskriminierung nach sozialem Status zu sorgen?“

Die neue Landesastenkoordination wurde bis zum 31. Juli 2011 gewählt und wird paritätisch mit zweien, an Hochschulen NRWs regulär eingeschriebenen Studierenden, besetzt, wobei der Posten der weiblichen Landesastenkoordination mangels Bewerbungen nicht besetzt werden konnte und neu ausgeschrieben wurde.

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