Monatsarchiv: Mai 2011

Landesregierung muss Zwangsexmatrikulationen sofort stoppen!

Das Landes-ASten-Treffen NRW vom 11. Mai 2011 (LAT NRW) fordert die rot-grüne Landesregierung auf, die an vielen Hochschulen eingeleiteten Zwangsexmatrikulationen aufgrund des Auslaufens der alten Diplom- und Magister- und Lehramtsstudiengänge sofort zu stoppen. „Ministerin Schulze darf in einer Zeit, in der wir alle Menschen an bestmöglicher Bildung teilhaben lassen wollen, nicht tatenlos zusehen, wie Hochschulen tausende von Studierenden vor die Tür setzen“, sagt Patrick Schnepper, Koordinator der LATs NRWs.

Die mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge in Kraft gesetzten Auslaufordnungen für die „alten“ Studiengänge stellen gerade sozial schwache Studierende vor unüberwindbare Hürden. „Es kann nicht angehen, dass z.B. Studierende mit Kind nun um ihre Existenz bangen müssen, nur weil die Hochschulen bei der Erstellung der entsprechenden Ordnungen persönliche Bildungsbiographien nicht ausreichend berücksichtigt haben“, führt Schnepper fort.

An den Hochschulen selbst fehlt anscheinend das Bewusstsein für die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber den Studierenden, wie an der großen Zahl an abgelehnten Härtefallanträgen z.B. in Köln zu sehen ist. „Die Hochschulen selbst sehen sie nicht, deshalb ist nun das Land gefordert, diese Verantwortung zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass keine Studierenden auf die Straße gesetzt werden“, fordert Schnepper abschließend.

Hochschulen müssen kinderfreundlicher werden!

Anlässlich der gestrigen Landtagsanhörung zum Thema ‚Familiengerechte Hochschule‘ fordert das Landes-ASten-Treffen NRW (LAT NRW) die Landesregierung auf, die Situation für Studierende mit Kind deutlich zu verbessern.

„Wenn diese Anhörung eins gezeigt hat, dann ist es, dass die Vereinbarkeit von Studium und Kind in der heutigen Zeit immer noch nicht gegeben ist.“ erklärt Patrick Schnepper, kommissarischer Koordiantor des LAT NRW.

„Es muß ein Rundumschlag getätigt werden! Dabei müssen schnellstmöglich angepasste Studienstrukturen, eine ausreichende Kinderbetreuung sowie eine solide Studienfinanzierung für Studierende Eltern sichergestellt werden“, führt Schnepper fort.

Das LAT NRW fordert, dass die Vereinbarkeit von Studium und Kind bei der anstehenden Novellierung des Hochschulgesetzes eine entscheidende Rolle spielen muss.

„Außerdem erwarten wir von Wissenschaftsministerin Schulze, dass sie sich auf Bundesebene für die Verbesserung des BAFöG für Studierende Eltern einsetzt“, sagt Schnepper abschließend.