Kategorie-Archiv: 2008

Fotowettbewerb Marode Hochschule gestartet

Heute ist die Kampagne „Marode Hochschule“ samt zugehörigem Fotowettbewerb gestartet. Mit dieser Kampagen will das Landes-ASten-Treffen NRW auf den baulichen Zustand der Hochschulgebäude in NRW aufmerksam machen. Alle Informationen wie ihr an dem Fotowettbewerb teilnehmen könnt und wie es um den Zustand der Hochschulen wirklich aussieht findet ihr unter: www.marode-hochschule.de

Erste Ausgabe LAT-Nachrichten 2008

Die erste Ausgabe der LAT-Nachrichten im Jahr 2008 ist erschienen und sollte in den nächsten Tagen in jedem AStA eintrudeln. Alle die es nicht erwarten können bis das gedruckte Exemplar vorliegt können dieses natürlich auch runterladen.
LAT-Nachrichten 1/2008

Stellungnahme zu Gesinnungstest an MigrantInnen beschlossen

Beim Referatetreffen ausländischer Studierender am 23.10.2008 wurde die Stellungnahme zur Anordnung der nordrhein-westfälischen Landesregierung Gesinnungstests bei Migrantinnen und Migranten durchzuführen im Konsens beschlossen.
Außerdem unterstütz das Referatetreffen ausländischer Studierender die Kampagne gegen die Gesinnungstests, „Don’t Discriminate, Gesinnungstests einstellen – SOFORT!

Hier findet ihr die Stellungnahme des Landes-ASten-Treffen und des Referatetreffen ausländischer Studierender als pdf-Datei zum Download.
Stellungnahme zu Gesinnungstests

Jetzt reichts! Was Hessen kann, können wir schon lange!

Landesweite Demonstration gegen Studiengebühren und einen Master für alle

Inoffizielles Motto: „Was Hessen kann, koennen wir schon lange!“

Offizielles Motto: Jetzt reicht’s! Bildungsnotstand in NRW!

Wo? Düsseldorf, Hauptbahnhof von dort über Friedrich-Ebert-Strasse-Steinstrasse zur Koenigsallee. Diese Richtung Norden bis zum Hofgarten. Von dort durch die Altstadt zum Burgplatz (Abschlusskundgebung)

Wann? Dienstag, 17.06.2008, 11:55 (Sammeln ab 11 Uhr möglich)

Wer ruft auf? Landes-ASten-Treffen NRW, DGB-Jugend, freier zusammenschluss von studentInnenschaften, Bundesverband ausländischer Studierender, ABS

Warum? Fehlende Studienplätze, unsoziale Studiengebühren, BachelorabsolventInnen ohne Perspektive…

Diese untragbaren Zustände sind das Resultat der schwarz-gelben Bildungspolitik. An fast allen Hochschulen des Landes sind die Studierenden mittlerweile gezwungen 500 € pro Semester an die Hochschule abzudrücken. Mit jedem Semester steigt dadurch der Schuldenberg weiter an. Trotz steigender SchulabsolventInnenzahlen studieren immer weniger Menschen in NRW. Das Studium wird immer mehr zu einem Privileg, das sich nur noch wenige leisten können. Die bildungspolitische Misere wird durch die überhastete und nicht durchdachte Umstellung auf Bachelor/Master-Studiengänge noch zusätzlich verstärkt. Unstudierbare Studiengänge und fehlende Vergleichbarkeit selbst im eigenen Bundesland sind die Folge. Ein grosser Teil der Bachelor-AbsolventInnen wird keinen Master-Platz erhalten. Viele werden die Hochschule ohne berufsqualifizierenden Abschluss verlassen müssen.

Das alles akzeptieren wir nicht länger. Studiengebühren müssen schnellst möglich abgeschafft werden. Gleichzeitig muss allen Bachelor-AbsolventInnen ein Masterstudienplatz zur Verfügung gestellt werden. Dass die linke Mehrheit im hessischen Landtag Anträge zur Abschaffung der dortigen Studiengebühren eingebracht hat, ist vor allem ein Verdienst der studentischen Proteste.

Darüber hinaus ist die juristische Zulässigkeit der Gebühren mehr als fraglich. Am 13. März diesen Jahres beschloss das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), die Revision der Musterklage des AStA der Uni Paderborn zuzulassen. Mit dieser Entscheidung des BVerwG wird nun unsere Rechtsauffassung bestätigt. Der UN-Sozialpakt ist Bundesrecht. In der Konsequenz bedeutet dies, dass Studiengebühren von den RichterInnen, die im Herbst ueber die Klage beraten werden, als rechtswidrig erklärt werden muüsen. Bildung ist Menschenrecht und muss fuer alle frei zugänglich sein. Die Hochschulen muessen fuer Studierende egal welcher sozialen Herkunft geöffnet werden.

Wir fordern deshalb:

– Gebührenfreies Studium vom Bachelor bis zur Promotion.

– Einen Masterstudienplatz fuer alle.

– Abbau aller Bildungshürden.

– Studierbare Studiengänge

Jetzt reicht´s! Bildungsnotstand in NRW!

Fehlende Studienplätze, unsoziale Studiengebühren, BachelorabsolventInnen ohne Perspektive…

Diese untragbaren Zustände sind das Resultat der schwarz-gelben Bildungspolitik. An fast allen Hochschulen des Landes sind die Studierenden mittlerweile gezwungen 500 € pro Semester an die Hochschule abzudrücken. Mit jedem Semester steigt dadurch der Schuldenberg weiter an. Trotz steigender SchulabsolventInnenzahlen studieren immer weniger Menschen in NRW. Das Studium wird immer mehr zu einem Privileg, das sich nur noch wenige leisten können. Die bildungspolitische Misere wird durch die überhastete und nicht durchdachte Umstellung auf Bachelor/Master-Studiengänge noch zusätzlich verstärkt. Unstudierbare Studiengänge und fehlende Vergleichbarkeit selbst im eigenen Bundesland sind die Folge. Ein großer Teil der Bachelor-AbsolventInnen wird keinen Master-Platz erhalten. Viele werden die Hochschule ohne berufsqualifizierenden Abschluss verlassen müssen.
Das alles akzeptieren wir nicht länger. Studiengebühren müssen schnellst möglich abgeschafft werden. Gleichzeitig muss allen Bachelor-AbsolventInnen ein Masterstudienplatz zur Verfügung gestellt werden. Dass die linke Mehrheit im hessischen Landtag Anträge zur Abschaffung der dortigen Studiengebühren eingebracht hat, ist vor allem ein Verdienst der studentischen Proteste. Darüber hinaus ist die juristische Zulässigkeit der Gebühren mehr als fraglich. Am 13. März diesen Jahres beschloss das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), die Revision der Musterklage des AStA der Uni Paderborn zuzulassen. Mit dieser Entscheidung des BVerwG wird nun unsere Rechtsauffassung bestätigt. Der UN-Sozialpakt ist Bundesrecht. In der Konsequenz bedeutet dies, dass Studiengebühren von den RichterInnen, die im Herbst über die Klage beraten werden, als rechtswidrig erklärt werden müssen.

Bildung ist Menschenrecht und muss für alle frei zugänglich sein. Die Hochschulen müssen für Studierende egal welcher sozialen Herkunft geöffnet werden.

Wir fordern deshalb:

  1. Gebührenfreies Studium vom Bachelor bis zur Promotion.
  2. Einen Masterstudienplatz für alle.
  3. Abbau aller Bildungshürden.
  4. Studierbare Studiengänge

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden wir am 17. Juni ab 11:55 Uhr auf die Straße gehen. Gerade jetzt, wo Studiengebühren zu Fall gebracht werden können, treten wir mehr denn je für ein gebührenfreies Studium ein.

Studierendenvertretungen lehnen neues Studienkollegmodell ab Für Studienkollegs bedeutet Privat vor Staat eine weitereVerschlechterung

Die Studienkollegs werden in NRW abgeschafft. Diese dienten für Studiumsinteressierte aus vielen Ländern als Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung, um den Hochschulzugang in Deutschland zu erhalten. Nun werden private Institutionen wie an der FH Aachen gegründet. Hier zeigt sich eine dramatische Verschlechterung für die StudienbewerberInnen.

An der FH Aachen gibt es seit kurzem ein Modell ähnlich des Studienkollegs, Freshman Program genannt. Wer sich dahinter ein frisches Programm erhofft, wird enttäuscht: Schon die Aufnahme wird durch einen Test im Heimatland bestimmt. Das Programm selber sowie die Unterkunft der Studiumsinteressierten werden für 1 Jahr in einer ehemaligen Polizeikaserne in Linnich sein, am Rande der Stadt. Der Unterricht ist überwiegend auf Englisch. Auch nach erfolgreicher Absolvierung und Bezahlung von 15.000 Euro Gebühren für ein Jahr, ist es den Studierenden nur möglich, am Standort Jülich der FH Aachen zu studieren. Andere Hochschulen oder Studiengänge bleiben den Absolventen verwehrt. Übrigens verbleiben 40% des eingenommenen Betrages an der FH Aachen.

Für Studierendenvertretungen und besonders für die ausländischen Studierendenvertretungen stellt dies einen erheblichen Rückschritt dar: „Dieses Modell widerstrebt dem Sinn einer propädeutischen Vorbereitung und der Integration in die Hochschulen und in die Gesellschaft“, so Andreas Weber vom Bundesverband ausländischer Studierender. Studiumsinteressierte aus dem Ausland haben schon eine Hochschulzugangsberechtigung erlangt, allerdings wird diese in Deutschland nicht von allen Ländern anerkannt. In einem weiteren Test erneut eine Hochschulzugangsberechtigung nachzuweisen, ist unsinnig.

Es stellt sich hier die Frage: Wer soll das denn bezahlen? Ausländische Studierende müssen jetzt schon einen Festbetrag von ca. 8.000 Euro aufbringen, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Dies gilt auch für das neue „Freshman Program“. Die zusätzlichen 15.000 Euro für das Programm können sich wirklich nur Menschen mit einem sehr guten finanziellen Hintergrund leisten. „Dabei wird von Seiten der Bildungsminister angeführt, dass die Hochschulen die besten Köpfe haben möchten, nicht die reichsten Köpfe,“ sagt Andreas Weber.

In Aachen werden die Menschen nur begrenzt am Leben in Deutschland teilnehmen können. Die alte Polizeikaserne liegt außerhalb der Stadt, und die Busverbindungen dorthin sind vor allem in den Abend- und Nachtstunden schlecht.

Die Studierendenvertretungen können den Schritt zu diesem privaten Modell nicht verstehen: „Wenn das Modell zeigt, was die Landesregierung in NRW will“, so Dirk Bruland vom Landes-ASten-Treffen NRW, „dann werden die NRW-Hochschulen noch unattraktiver für ausländische Studierende. Dies bedeutet einen großen Verlust für die Hochschulen und die geforderte Mobilität im Bologna-Prozess. Die Landesregierung selber sieht diese Modelle als Zusatz zu ihrem nur unzureichendem Konzept, und stiehlt sich somit wieder mal aus der Verantwortung.“