Kategorie-Archiv: 2009

Stellungnahme zum NRW Stipendienprogramm

Das Landes – Asten – Treffen NRW (LAT-NRW) lehnt das NRW – Stipendienprogramm in seiner jetzigen Form ab. Leistungsorientierte Stipendien gibt es bereits zu Genüge. Stipendien bieten nur „mehr Chancen für die Besten“. Weder wird dem Problem auseinander driftenden Wissens innerhalb der Gesellschaft aufgrund sozialer Benachteiligung begegnet, noch wird die Durchlässigkeit für potentielle Studierende aus diesen bildungsfernen Schichten erhöht. Deshalb fordert das LAT-NRW einen wirklichen Vorteil für alle zu schaffen, indem für alle förderungsberechtigten Studierenden ein vom Elternhaus unabhängiges BAföG eingeführt wird. Durch z.B. Auslandssemester und/oder eine leicht verspätete Abgabe der Bachelor-Arbeit kann es schnell zum Verlust des BAföG-Anspruches kommen, da die in Prüfungsordnungen zeitlich eng gefasste Regelstudienzeit überschritten wurde. Deshalb fordern wir die Verlängerung der Förderungshöchstdauer auf das 1,5 fache der Regelstudienzeit und den Wegfall des Förderungshöchstalters bei Ausbildungsbeginn, hier im Bezug auf die politische Forderung nach einem Lebenslangen Lernen. Ein wesentlicher, ebenfalls zu berücksichtigender Punkt ist die derzeitige Einschränkung, dass nur Bildungsinländern das BAföG gewährt wird. Wir fordern, dass das BAföG allen in Deutschland lebenden Menschen zugängig gemacht werden muss, denn Bildung ist ein Menschenrecht. Der BAföG-Höchstsatz ist immer wieder Zentrum heftiger politischer Debatten, in denen es weniger um die Bedürftigkeit der Menschen geht, als mehr um die Demonstration politischer Macht. Nicht selten wurde in der Vergangenheit die notwendige Anpassung des BAföG-Höchstsatzes Opfer vermeintlicher finanzpolitischer Zwänge. Um zukünftig dieses Thema aus dem politischen Diskurs herauszunehmen und die Höhe des BAföG an die Bedürftigkeit der Studierenden anzupassen, fordert das LAT-NRW, einen jährlichen Inflationsausgleich im Gesetz festzuschreiben. Ferner fordert das LAT-NRW das BAföG grundsätzlich elternunabhängig zu berechnen, denn eine Förderung sollte nur von den wirklichen Lebensverhältnissen der Studierenden abhängen. Auch sollte die willkürliche Altersbeschränkung im Gesetz überdacht und maßgeblich verändert werden.

Aktionen gegen den Anti-Islamisierungskongress von Pro Köln

Das LAT NRW ruft dazu auf, sich an den Aktionen gegen den Anti-Islamisierungskongress der rechtsextremen Partei Pro Köln vom 9. – 10. Mai zu beteiligen.

Informationen zu den geplanten Aktionen findet ihr hier.

Informationen zu Info-Veranstaltungen über Pro Köln findet ihr hier.

Das LAT NRW unterstützt den Bildungsstreik 2009

Aufruf zum Bildungsstreik 2009

Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar! Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert, sondern den sogenannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jahren ist auch das Bildungssystem in den Fokus solcher “Reformen” geraten: Bildungsgebühren und die Privatisierung treffen uns alle!

Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt deutlich, dass die Auswirkungen wettbewerbsorientierter Entscheidungskriterien verheerend sind. In vielen Ländern protestieren Menschen dagegen, so z.B. in Mexiko, Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland. In diesem internationalen Zusammenhang steht der Bildungsstreik 2009.

Der anhaltende Protest gegen Studiengebühren und Sozialabbau in den letzten Jahren hat bei den Verantwortlichen in Medien, Wirtschaft und Politik zu wenig Wirkung gezeigt. Deswegen rufen wir nun dazu auf, unsere demokratischen Rechte in Form eines bundesweiten Bildungsstreiks wahrzunehmen. Hier werden pluralistische Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden. Während einer bundesweiten Aktionswoche vom 15.-19.06.2009 werden wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern im gesamten Bundesgebiet demonstrieren. Wir suchen das Bündnis mit vielen gesellschaftlichen Gruppen, wie Gewerkschaften und sozialen Bewegungen, die wir ausdrücklich einladen, mit uns zu protestieren, denn wir sind überall mit der gleichen Politik konfrontiert: An der Hochschule, in den Schulen und im Betrieb. Ziel des Bildungsstreiks ist es, eine Diskussion zur Zukunft des Bildungsystems anzuregen. Des Weiteren sollen Möglichkeiten einer fortschrittlichen und emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitk aufgezeigt und durchgesetzt werden. Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und ökonomischen Interessen im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:

  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
  • freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
  • und Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.

Wir, die Projektgruppe Bildungsstreik 2009, rufen zur Bildung regionaler und lokaler Bündnisse auf. Bringt Euch in unsere bundesweiten Planungen ein: Ein anderes Bildungssystem ist möglich – und dringend nötig!

Projektgruppe Bildungsstreik 2009

Mehr Informationen zum bundesweiten Bildungsstreik findet ihr unter: http://www.bildungsstreik2009.de

Stellungnahme zum Gesetzentwurf für ein Fachhochschulausbaugesetz

Auf Grundlage der Beschlüsse des Landes-ASten-Treffen vom 18.02.2009 wurde folgende Stellungnahme zum Gesetzentwurf für ein Fachhochschulgesetz erstellt.

Die Stellungnahme findet ihr hier als pdf-Datei zum Download
Stellungnahme zum Fachhochschulausbaugesetz

Den Gesetzentwurf findet ihr hier als pdf-Datei zum Download
Gesetzemtwurf

Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Reform der Lehrerausbildung beschlossen

Beim Landes-ASten-Treffen am 18.02.2009 in Köln wurde eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf zum Gesetz zur Reform der Lehrerausbildung beschlossen.

Die Stellungnahme findet ihr hier als pdf-Datei zum Download
Stellungnahme zum Lehrerausbildungsgesetz

Den Gesetzentwurf findet ihr hier als pdf-Datei zum Download
Gesetzemtwurf