DORTMUND/MÜNCHEN, 21.10.2026. Mit großer Sorge und deutlicher Kritik blickt das Landes-Asten-Treffen Nordrhein-Westfalen (LAT NRW) auf die aktuellen Entwicklungen an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Nach der Technischen Universität München (TUM) plant nun die nächste bayerische Exzellenzuniversität, hohe Studiengebühren für internationale Studierende aus Nicht-EU-Ländern einzuführen. Das LAT NRW solidarisiert sich ausdrücklich mit den studentischen Protesten vor Ort und warnt vor einer bundesweiten Kommerzialisierung des Bildungssystems.
„Was an der LMU München vorbereitet wird, ist keine Finanzierungslösung, sondern knallharte soziale Selektion. Bildung ist ein Menschenrecht und darf weder vom Geldbeutel noch von der Staatsangehörigkeit abhängen“, erklärt Nils Lange, Vorstand LAT NRW. „Internationale Studierende werden Internationale Studierende werden auf ihre finanziellen Möglichkeiten reduziert, um Versorgungslücken in den Hochschulhaushalten zu schließen. Das grenzt Studierende insbesondere aus dem Globalen Süden systematisch aus.“
Das LAT NRW betont, dass der Ausschluss von Nicht-EU-Studierenden durch finanzielle Hürden dem gesamten Bildungsstandort schadet. Sondergebühren für Drittstaatsangehörige seien zudem oft nur der Türöffner für die schrittweise Wiedereinführung allgemeiner Studiengebühren.
„Die bayerische Gebührenpolitik ist ein fataler Holzweg. Wir fordern die LMU-Leitung und die bayerische Staatsregierung auf, diesen Angriff auf die Chancengerechtigkeit sofort zu stoppen. Bildung muss für alle Menschen frei zugänglich sein, egal in welchem Bundesland und egal woher sie kommen“, so Sarah Jovic, Vorstand LAT NRW weiter.
Die Kernforderungen des LAT NRW:
Sofortiger Stopp der Gebührenpläne an der LMU: Keine Barrieren für internationale Studierende in München.
Nein zur Kommerzialisierung von Bildung: Keine Einführung von Studiengebühren – weder in Bayern noch bundesweit.
Auskömmliche Ausfinanzierung: Nachhaltige staatliche Finanzierung der Hochschulen durch die Länder anstelle von Gebühreneinnahmen auf dem Rücken von Studierenden.

